Entwicklung von Automatisierungssoftware bei Asem
Digitale Automatisierung
Für die cloudbasierte Ubiquity-X-Serie und das Multiplattform-Framework Uniqo bietet Asem einige neue Features, mit denen Augmented-Reality-Funktionen ebenso realisierbar sind wie die Browser-basierte Bedienung von Automatisierungssystemen.
Bild: ASEM S.p.a.

Man kann es als Pionierleistung sehen: Asem war einer der ersten Hersteller, die eine Teleservice-Lösung in Operator-Panels auf Basis der ARM-Architektur und später auch in IPCs integriert haben. Das System Ubiquity ist heute in Bezug auf Architektur und Funktionalität eine komplette Fernwartungslösung und als Software für WinCE-, Win32/64- und Linux-Systeme ebenso erhältlich wie als All-in-One-Router-Lösung mit 4G Global WiFi Modem und 4-Port-Ethernet-Switch, der einen Fernzugriff auf die Automatisierungssysteme über VPN-Verbindung ermöglicht.

 Die IIoT Gateways der RM-Serie sind in der Lage, Uniqo-Projekte auszuführen. Zusätzlich ist Ubiquity vorinstalliert, die Gesamtlösung für Fernwartung und Fernüberwachung. RM21- und RK22-Systeme verfügen über ein integriertes Modem, das RM22-System zusätzlich über einen 4-Port Ethernet-Switch.
Die IIoT Gateways der RM-Serie sind in der Lage, Uniqo-Projekte auszuführen. Zusätzlich ist Ubiquity vorinstalliert, die Gesamtlösung für Fernwartung und Fernüberwachung. RM21- und RK22-Systeme verfügen über ein integriertes Modem, das RM22-System zusätzlich über einen 4-Port Ethernet-Switch.Bild: Asem S.p.a.

Neue Features in Ubiquity X

Nach zehn Jahren erweitert Asem nun das Angebot der Plattform und bietet ein Paket fortschrittlicher Konnektivitätsdienste namens Ubiquity X an. Cloud-basiert und nahtlos in die Infrastruktur integriert, helfen die Ubiquity-X-Services Maschinenbauern und industriellen Systemintegratoren, die neuen Anforderungen von Fertigungsunternehmen zu erfüllen, welche die Transformation der traditionellen Fabriken in digitale Smart Factories vollziehen möchten.

Der wichtigste Service innerhalb der Ubiquity-X-Suite ist die Möglichkeit der Unterstützung mit Augmented Reality durch die neue Anwendung Ubiquity AR, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist. Sie ermöglicht es dem Techniker im Feld, die Maschine für den Bediener aus der Ferne durch die Kamera seines Smart-Geräts sichtbar zu machen, sodass er ihn mit Hilfe von Anmerkungen, die an eingerahmten Elementen haften bleiben, anleiten kann. Durch die vollständige Integration in das Ubiquity-Ökosystem besteht die Möglichkeit, zu chatten und jede Aktivität zu verfolgen. So kann der Administrator jederzeit ein Audit durchführen. Die Augmented-Reality-App integriert auch die Funktion ‚Request for assistance‘, mit der Maschinenbediener durch einen einfachen Klick direkt von der Bedieneroberfläche aus Unterstützung anfordern können. Weitere neue Funktionen in Ubiquity X sind die Web-APIs, die ein wichtiges Werkzeug zur Unterstützung von Unternehmen bei der digitalen Transformation darstellen und eine effektive Integration von Ubiquity-Funktionen in eigene Applikationen ermöglichen. Weiter gibt es die Android-App Ubiquity VPN, die eine sichere Verbindung zur Maschine bei der Fernunterstützung durch den Support-Techniker von überall aus ermöglicht. Ubiquity X umfasst weitere Konnektivitätsdienste wie die Prüfung von Verbindungsaktivitäten, Administrationsvorgängen, die Verwaltung von Administrationsrechten auch für Subdomänen und die Geolokalisierung von Geräten im Feld.

Bild: Asem S.p.a.

Darüber hinaus beinhaltet Ubiquity X grundlegende Dienste wie VPN-Konnektivität, interaktive Dienste mit Feldgeräten (Remote-Desktop, Dateitransfer, Chat, Task-Manager), die Erstellung von Benutzerprofilen mit granularer Steuerung von Berechtigungen und die Möglichkeit, den Zugriff des Benutzers auf die Maschine zu kontrollieren.

Visualisierung mit Uniqo

 In einem Uniqo-System ist es möglich, Daten und Funktionalität einer Anwendung gemeinsam zu nutzen. So kann ein externer OPC-UA-Client aktiv mit allen Funktionen des Projekts interagieren - sogar mit den grafischen Ressourcen der Bildschirme.
In einem Uniqo-System ist es möglich, Daten und Funktionalität einer Anwendung gemeinsam zu nutzen. So kann ein externer OPC-UA-Client aktiv mit allen Funktionen des Projekts interagieren – sogar mit den grafischen Ressourcen der Bildschirme. Bild: Asem S.p.a.

Uniqo basiert auf einem Multiplattform-Framework, mit dem es möglich ist, transversale Anwendungen auf Windows- und Linux-Betriebssystemen und potenziell auch auf mobilen Android- und iOS-Betriebssystemen zu entwickeln, installierbar auf x86- und ARM-basierter Hardware. Uniqo unterstützt die Spezifikation des OPC-UA-Standards in vollem Umfang und ist deshalb als Full-OPC-UA-Plattform definiert, mit der es möglich ist, dynamische Client/Server-Architekturen zu erstellen, in denen sich HMI-Systeme in der Rolle von Produzenten und Konsumenten verschiedener Arten von Informationen abwechseln. In einem Uniqo-System ist es möglich, nicht nur die Daten, sondern auch die Funktionalität der Anwendung gemeinsam zu nutzen, sodass ein externer OPC-UA-Client aktiv mit allen Features des Projekts interagieren kann, etwa mit der Benutzerkonfiguration, den Rezepten oder sogar den grafischen Ressourcen der Bildschirme. Uniqo-Projekte sind völlig dynamisch, denn alles, was zur Designzeit mit der Entwicklungsumgebung Q Studio gemacht werden kann, kann auch zur Laufzeit durch vordefinierte Befehle oder durch in C# geschriebene Anwendungslogiken gemacht werden. Mit Uniqo ist es möglich, responsive Oberflächen zu erstellen, die das Konzept des Containers nutzen. Dadurch können Objekte automatisch in Zeilen, Spalten, Matrizen angeordnet werden, sogar mit der vollen Unterstützung der Gesten von Multitouch-Oberflächen. In Uniqo nimmt alles, was entworfen wird, die Eigenschaften eines Objekts an, mit offensichtlichen Vorteilen der Modularität und Wiederverwendbarkeit von Anwendungen, die nach diesen Kriterien entwickelt wurden. Uniqo ermöglicht auch die Entwicklung von IIoT-Gateway-Funktionen, Edge-Computing-Anwendungen und ganz allgemein von Lösungen, die mit den Anforderungen von Industrie 4.0 verbunden sind.

Zu den wichtigsten Neuerungen bei Uniqo gehört die Möglichkeit, die Variablen im SPS-Speicher für die Protokolle Twincat und Profinet direkt zur Laufzeit zu importieren, ohne diesen Schritt zur Designzeit durchführen zu müssen, eine sehr nützliche Funktion bei der Entwicklung hochdynamischer HMI-Schnittstellen. Außerdem ist es jetzt dank der Funktionskomponente ‚Bericht‘ möglich, effektive Berichte mit einem vollständig anpassbaren Layout zu erstellen, die numerische Daten, Bilder und Tabellen enthalten. Die Berichtskonfiguration kann komplett dynamisch sein und zur Laufzeit erfolgen, wie jede andere Funktion von Uniqo. Der Bericht wird im PDF-Format gespeichert und kann so bequem exportiert und gedruckt werden.

Eine weitere interessante neue Funktion ist das Modul ‚Web GUI‘: Uniqo unterstützt die Erstellung von HMI-Anwendungen, die mit Webbrowsern kompatibel sind, sodass das Projekt von jedem Gerät, PC, Smartphone, Tablet, das einen einfachen HTML-5-Browser hat, zugänglich ist. Die Unterstützung für die Erstellung von Web-Interfaces ist essentiell für die Erstellung von grafischen Visualisierungen in IIoT-Gateway-Systemen von Asem, RM2x und DM2x, die keinen Bildschirm haben und daher die Vorteile der nativen Uniqo-Schnittstelle nicht nutzen können. Mit der Hinzunahme der Unterstützung für Web-Visualisierung ist Uniqo komplett und bietet sich als Visualisierungslösung an, die für jedes Gerät optimiert ist, von der Einbettung bis zum Handy.

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