Empolis Service Express Industrial Analytics
IIoT-Lösung mit Analytic-Bots
Viele Unternehmen wollen über die Erfassung und Auswertung von Maschinendaten ihren Service, die Kundenzufriedenheit und das Umsatzwachstum optimieren und steigern. Mit einer neuen IIoT-Lösung will Empolis vor allem KMU die Datenanalyse entlang ihrer Wertschöpfungskette besonders einfach machen.
Predictive Maintenance ohne Programmierung, das möchte Empolis den Anwendern seiner Plattform ermöglichen.
Predictive Maintenance ohne Programmierung, das möchte Empolis den Anwendern seiner Plattform ermöglichen.Bild: Empolis Information Management GmbH

Die IIoT-Komplettlösung Empolis Service Express Industrial Analytics soll Unternehmen dazu verhelfen, mit Datenanalysen neue Umsätze zu generieren. So kann etwa auf Basis der Maschinendaten ein Service für die vorausschauende Wartungsplanung angeboten werden, der Ausfälle reduziert und den Absatz von Original-Ersatzteilen fördert. Als Clou liefert der Anbieter seine Plattform mit vorgefertigten Analytic-Bots aus, die als Datenanalyse- oder KPI-Lösungsbausteine zur verfügung stehen. Ingenieure ohne Informatikkenntnisse sollen diese eigenhändig für ihre Anwendungsfälle konfigurieren können. Auch Wissen über Verfahren der künstliche Intelligenz (KI) wie Machine Learning oder statistische Verfahren sind nicht notwendig.

Beispiel Hydraulikanwendung

Am Beispiel einer Hydrauliküberwachung will Empolis den Nutzen des Ansatzes verdeutlichen: Viele Hydrauliksysteme bestehen, vereinfacht dargestellt, aus Leitungen, Ventilen und einem Reservedrucktank. Wird im Tank ein minimaler Druck unterschritten, wird der Druck mit einer Hydraulikpumpe wieder auf den Sollwert erhöht. Muss sich die Pumpe immer häufiger einschalten, deutet dies bei gleichbleibender Systembeanspruchung auf einen Druckverlust im System hin. Die Ursache kann eine Leckage sein. Mit der im Maschinenlog aufgezeichneten An- und Abschaltzeitpunkte der Pumpe kann ohne zusätzliche Sensorik die Schaltfrequenz überwacht werden. Hierzu werden Zähler zur Ereigniserfassung und ein prädiktiver Grenzwertwächter zur Vorhersage des Zeitpunktes für den Übergang der Pumpe in den Dauerbetrieb genutzt. Zusätzlich lässt sich eine Zeitmessanalyse integrieren, um über die Pumpdauer das Hydrauliksystem auf möglichen Verschleiß zu überwachen. Dieser Anwendungsfall kann also allein auf Basis der Ereignisdaten mit einem Bot umgesetzt werden. Zudem kann er recht einfach auf Filtersysteme in der industriellen Produktion übertragen werden. Die Sammlung solcher Entwurfsmuster in diesem Bot-Katalog entspricht dem Konzept der Konstruktionskataloge im Maschinenbau.

Bild: Empolis Information Management GmbH

Analysen wiederverwenden

Das Bot-Konzept ist zum einen eine wachsende Sammlung von generischen Bots für Klassen von Bauteilen, -gruppen und Funktionen von Maschinen und Prozessen. Zum anderen kann eine übergeordnete Prozessanalyse ebenfalls aus einem Bot oder der Kombination einzelner Bots abgebildet werden. Diese Modularisierung ermöglicht die Wiederverwendung von Analysen auf unterschiedlichen Abstraktionsstufen, die sich auf komplexe Maschinenelemente und Funktionen angewenden lassen. Tatsächlich orientiert sich der Aufbau einer umfassenden Analyse für vorhersagende Wartung und Optimierung häufig an der Funktionsstruktur einer Maschine.

Schritt für Schritt konfigurieren

Die Bots der Systemplattform sollen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand implementieren lassen: Zunächst muss der Bot selbst ausgewählt werden, also der Anwendungsfall, den der Bot untersuchen und überwachen soll. Dann konfigurieren die Verantwortlichen den Bot über Parameter für die Anlage, Maschine oder andere Asset. Einer Datenhistorie wird dafür nicht benötigt.

Kopplungen möglich

Die Bot-Architektur lässt sich zudem mit bereits verfügbaren Analyse-Anwendungen kombinieren. So können die Algorithmen an einer Maschine zum Beispiel Kernverfahren abbilden, die dem Maschinenbauer gehören, wohingegen sich Bots um zugekaufte Aggregate von Drittherstellern kümmern, die für den Gesamtprozess jedoch kritisch sind. Damit sind dem Einsatz der Komplettlösung kaum Grenzen gesetzt. n Director Delivery & Operations bei der Empolis Information Management GmbH.

www.service.express

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Bild: RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Analyse-Tool für smarte Prozesssicherheit

Analyse-Tool für smarte Prozesssicherheit

Einfaches Anlagenmonitoring: Mit dem RUD Cockpit von RUD Ketten Rieger & Dietz können Betreiber von Industrieanlagen ihre Förderer jederzeit im Blick behalten. Das Analyse-Tool erfasst Echtzeitdaten der Förderanlagen und soll damit die vorausschauende Wartung verbessern. In einem visuellen Dashboard können gefährliche Betriebsbedingungen, wie unzulässige Hitze oder auch ungewöhnliche Geschwindigkeiten, schnell erkannt werden, bevor es zu einem erhöhten Verschleiß der Komponenten oder zu einem Stillstand der Anlage kommt. Zudem ist das Tool auf verschiedenen mobilen Endgeräten verfügbar.

Bild: @-yet GmbH
Bild: @-yet GmbH
Die Cloud richtig absichern

Die Cloud richtig absichern

Während der Pandemie wurde in vielen Unternehmen der Betrieb kurzfristig auf Cloud-Anwendungen umgestellt und Störungsbehebung oder Installationen per Fernwartung durchgeführt. Aufgrund des unerwarteten Zeitdrucks wurden die hierfür notwendigen Entscheidungen vielfach überstürzt getroffen und Risiko-Bewertung vernachlässigt. Nun sollten die neu eingeführten Konzepte hinsichtlich der IT-Sicherheit genauer analysiert werden.

Bild: Eplan GmbH & Co. KG
Bild: Eplan GmbH & Co. KG
Schaltschrank in 3D: Mehr Übersicht für Service und Instandhaltung

Schaltschrank in 3D: Mehr Übersicht für Service und Instandhaltung

Ein Viewer ist im Konstruktionsalltag nichts Besonderes. Wenn er aber AR-Funktionalität integriert und damit einen Schaltschrank in die virtuelle Welt ‚hineinplatziert‘, dann ist das schon außergewöhnlich. Mit der neuen Version von Eplan eView Free ist die AR-Funktion jetzt direkt über eine 3D-Visualisierung zugänglich. Zudem soll die neue 3D-Engine für mehr Übersicht in Service und Instandhaltung sorgen: Einzelne Bereiche eines Schaltschranks können dadurch ein- und ausblendendet werden – und der Schrank kann frei im Raum gedreht werden, was die Navigation im Projekt einfacher machen soll.

Bild: Pilz GmbH & Co. KG
Bild: Pilz GmbH & Co. KG
Anlagen safe und secure warten

Anlagen safe und secure warten

Für die sichere Durchführung von Wartungsarbeiten hat Pilz die neue Wartungssicherung Key-in-pocket im Programm. Sie soll vor dem unerlaubten Wiederanlauf einer Maschine schützen. Die digitale Wartungssicherung basierend auf dem Zugangsberechtigungssystem PITreader gewährleistet Safety und Industrial Security: Nur autorisierte Personen gelangen während des Wartungsprozesses an die Maschine oder Anlage – Manipulation und Fehlbedienung ausgeschlossen.