Feb 11, 2020 | Allgemein

Mangelndes Zusammenspiel zwischen IT und OT
Fortinet stellt die Ergebnisse einer von Forrester Consulting durchgeführten Studie vor.
Bild: Fortinet GmbH

Fortinet stellt die Ergebnisse einer von Forrester Consulting durchgeführten Studie vor. Demnach sind Industrieunternehmen aufgrund der zunehmenden Digitalisierung mehr denn je Cyberbedrohungen ausgesetzt. Darüber hinaus bedroht das mangelnde Zusammenspiel von IT und OT die Cybersicherheit der Unternehmen. 66% der Befragten geben an, dass ihre Fertigung über IP-verbundene Netzwerke läuft und sie bereits Echtzeitdaten für Geschäftsentscheidungen nutzen. Diese Netzwerke bringen jedoch auch Sicherheitsrisiken mit sich. Bei 73% der Befragten hat sich laut eigenen Angaben die Angriffsfläche ihres Unternehmens dadurch vergrößert. Nur die Hälfte ist der Meinung, dass ihr Maschinenpark Angriffe abwehren kann. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Hälfte der Maschinen ist nicht gegen Cyberangriffe gerüstet. Zudem planen 55% der Befragten entweder gar nicht Cybersicherheitstechnologien einzusetzen oder planen die Implementierung erst innerhalb der nächsten 12 Monaten. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die mangelnde Zusammenarbeit von IT- und OT-Teams gefährdet die Sicherheit industrieller Steuerungssysteme. 51% der Befragten gaben an, dass sie isoliert voneinander arbeiten. Das bedeutet, das OT-Team verwaltet wichtige Industrieanlagen und deren Cybersecurity, während das IT-Team für die Sicherheit der Informationstechnologie zuständig ist. Fast ein Drittel der Befragten wusste zudem nicht, wer die Hauptverantwortung für Cybersecurity-Lösungen wie Prozess-, Steuerungs- und Automatisierungssysteme trägt – oder sogar für die Geschäftsplanung und Logistik. Allerdings sind 91% der Meinung, dass IT und OT gemeinsam für die Sicherheit des Maschinenparks verantwortlich sein sollten. 58% sagen zudem, dass sich beide Teams regelmäßig über die Vernetzung von IT und OT austauschen sollten. Unternehmen können von der Verbindung von IT und OT und der engen Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Teams enorm profitieren. Die Mehrheit der Befragten (66%) führt hier den Zugang zu Echtzeitdaten aus dem Fertigungsbetrieb an. Für 59% sind bessere Einblicke in Produktionsdaten, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, ein wichtiger Vorteil.

Charts der Woche

Was helfen all die Daten, wenn es an der Datenkompetenz fehlt?

Die Datenmengen steigen und Laut IWD gehört das produzierende Gewerbe aufgrund zunehmender IoT-Anwendungen zu den größten Datentreibern unter allen Wirtschaftsbranchen. Doch sind die Unternehmen überhaupt in der Lage, den Wert ihrer Daten auszuschöpfen? Der Data Literacy Research des Data-Literacy-Projekts (DLP) verneint dies, da die Lücken in punkto Datenkompetenz sind zu groß sind.

Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

Die Marktstudie ‚Industrielle Kommunikation/Industrie 4.0 2020‘, die von Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FH Südwestfalen, mit Unterstützung des VDMA-Fachverbands elektrische Automation durchgeführt wurde, hat Maschinenbauer über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnik und Industrie 4.0 befragt.

Wenn der Hacker die SPS übernimmt

Mehr als die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen hat durch Cyber-Attacken finanzielle Schäden erlitten, so eine Studie des VDMA. Dass die Zahl solcher Angriffe abnimmt, ist nicht in Sicht. Daher wird es immer wichtiger, Industrial Networks und Operational Technology (OT)-Umgebungen zu schützen. Dabei helfen Ansätze, die auch beim Schutz von Büronetzwerken Verwendung finden.

Produkthighlights des Monats

Danfoss-Tool macht zustandsbasierte Wartung mit Frequenzumrichter einfacher

Für die PC-Software VLT Motion Control Tool MCT10, die zur Konfiguration und Dokumentation der Einstellungen von VLT Frequenzumrichtern oder Softstartern dient, ist ein Update verfügbar. Mit der neuen Softwareversion 5.10 können Anwender, die Condition-based Monitoring (CBM) mit Frequenzumrichtern verwenden, die CBM-Funktionen über ihren Computer voll nutzen. Sie ermöglicht unter anderem die Konfiguration von zwei Vibrationssensoren oder einen Zeitstempel in Echtzeit beim Baseline-Lauf.

Das könnte Sie auch interessieren

Grundlagen und Durchführung einer Schadensanalyse

Die Richtlinie VDI3822 gibt einen Leitfaden, um Erfahrungen aus Schadensanalysen systematisch auszuwerten und zugänglich zu machen. Sie vereinheitlicht Begriffe, sodass Schadensarten einheitlich benannt und beschrieben werden können. Erstmals definiert die überarbeitete Version der Richtlinie den Begriff ‚Fehler‘, die bei Konstruktion, Herstellung und im Betrieb vorkommen können. Darüber hinaus liefert sie eine Anleitung zur systematischen Vorgehensweise bei der Schadensanalyse, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Untersuchungsstellen zu gewährleisten. VDI3822 weist zudem auf die Erfordernis einer nachvollziehbaren Dokumentation hin.

mehr lesen

ABB unterstützt betriebliche Optimierung mit Analyse- und KI-Software

Die ABB Ability Genix Industrial Analytics und AI Suite ist eine skalierbare Analyseplattform mit vorgefertigten, benutzerfreundlichen Anwendungen und Services. Damit werden Betriebs-, Engineering- und IT-Daten erfasst, kontextualisiert und in umsetzbare Informationen umgewandelt. So können industrielle Prozesse verbessert und das Management der Anlagen optimiert werden. Darüber hinaus können Geschäftsprozesse sicher und nachhaltig rationalisiert werden.

mehr lesen

Am Rande der Cloud

Es heißt das Gold der digitalisierten Industrie seien Daten und Informationen. Nur wie lässt sich dieses Gold
optimal schürfen und nutzen? Gemeinsam mit Dell und der Software AG hat SMC die Lösung Smart Field
Analytics vorgestellt. Darüber sollen sich intelligente Sensoren und Aktoren leicht vernetzen lassen – und ihre Daten mit modernem Edge Computing für die Prozessoptimierung nutzbar werden.

mehr lesen

Smartlink: Alle Daten der Kompressoren auf einen Blick

Das Fernüberwachungssystem Smartlink von Atlas Copco vernetzt alle Maschinen innerhalb einer Kompressorstation, überwacht sie nahezu in Echtzeit und wertet die anfallenden Daten systematisch aus. Anwender erhalten einen schnellen Überblick über den individuellen Wartungsbedarf und können die Verfügbarkeit ihrer Anlagen steigern. Außerdem sinkt deren Energieverbrauch. Jetzt steht Smartlink in der neuen Version 2.0 zur Verfügung, die alle Daten auf einen Blick darstellt.

mehr lesen

Toastbrot intelligent in die Tüte gebracht

GHD Georg Hartmann Maschinenbau im nordrhein-westfälischen Delbrück zählt zu den weltweit führenden
Herstellern von Maschinen und Anlagen zum Schneiden und Verpacken von Backwaren und Lebensmitteln. Die Verantwortlichen suchten für die Weiterentwicklung einer Verpackungsmaschine mit hohen Bearbeitungszyklen eine zuverlässige Energieversorgung mit pneumatischen und elektrischen Leitungen. Unterstützt von Igus, kommt eine überwachte smarte Lösung zum Einsatz, die Störungen bereits vor dem Ausfall der Maschine
anzeigt. Der Steckerbaukasten Module Connect sorgt darüber hinaus im Wartungsfall für einen raschen und
sicheren Wechsel des einbaufertigen Energiekettensystems.

mehr lesen

Audi Instandhaltung blickt mit Daten in die Zukunft

Smarte und digitale Instandhaltung: Das Projekt ‚Predictive Maintenance‘ am Audi-Standort Neckarsulm macht die Wartung von Produktionsanlagen effizienter und sorgt damit für geringere Ausfallzeiten in der Produktion. Die Instandhaltungs-Experten sammeln und interpretieren dazu Daten und können Verschleiß an Produktionsanlagen vorhersehen.

mehr lesen

Edge Integration

Emerson und Arrowhead Systems gaben kürzlich ihre Partnerschaft zur Entwicklung einer Lösung für die nächste Generation der Maschinenzustandsüberwachung bekannt. Im Ergebnis erhalten etwa Hochgeschwindigkeitspalletierer eine integrierte Zustandsüberwachung.

mehr lesen

Praxistag: Smart Maintenance 2020

Das Münchener Software Unternehmen Membrain veranstaltet auch 2020 wieder gemeinsam mit der MFA (Maintenance and Facility Management Society Austria), Dankl+partner Consulting | MCP Deutschland am 24. September 2020 den Praxistag: Smart Maintenance. Bei der eintägigen Veranstaltung sollen Teilnehmer alles über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Instandhaltung und wie Digitalisierung für effizientere Prozesse und mehr Produktivität sorgt, erfahren. Der Praxistag findet im Münchner Audi Dome statt und setzt inhaltlich auf die Schwerpunkte Erfahrungsaustausch, Networking sowie live aus der Praxis.

mehr lesen

Unerwartete Ausfälle vermeiden

Eines der führenden Abfüllunternehmen für Wasserflaschen in Nordamerika, das seinen Kunden stets eine gesunde Möglichkeit zum Durstlöschen bieten und die Sicherheit seiner Mitarbeiter gewährleisten will, benötigte eine Lösung zur Optimierung seiner Anlagenlebenszyklen. Das Hauptziel bestand darin, kostengünstige und durchgängige Wartungsprozesse für ihre Einrichtungen festzulegen und an allen Abfüllstandorten in den USA und in Kanada die Technologien einzuführen, die zur Unterstützung und Aufrechterhaltung dieser Prozesse erforderlich sind.

mehr lesen

Cybersicherheit in der Quantentechnologie

Quantencomputer versprechen die Grenzen der Recheneffizienz stark zu erweitern und damit Probleme zu lösen, mit denen heutige Systeme überfordert sind.

Daten werden mehrheitlich für einfache Analysen eingesetzt

85 Prozent der Unternehmen sehen große Bedeutung von Daten für ihr Geschäft, wie eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt. Eine gesetzliche Verpflichtung zum Datenaustausch erweist sich demnach als nicht hilfreich, um die Nutzung von Daten zu erleichtern.

Erstes Maintenance-Update abgeschlossen

Die Digitalisierung und Industrie 4.0 prägen derzeit neue Anforderungen an die Automatisierung. Profibus & Profinet International (PI) stellt sich seit Beginn neuen Anforderungen und arbeitet daran, diese in ihren Technologien zu erfüllen. Denn nur die Technologien, die agil weiterentwickelt werden, sind zukunftssicher. Deshalb entwickelt PI die Basis-Spezifikationen für Profinet fortwährend unter Wahrung der Kompatibilität weiter.

Siemens und SAP arbeiten an gemeinsamen Lösungen

Im Rahmen der neuen Partnerschaft von Siemens und SAP wollen beide Unternehmen ihre Branchenkompetenz nutzen und ihre sich ergänzenden Softwarelösungen für Product Lifecycle, Supply Chain und Asset Management kombinieren.

IVG Göhringer Teil der Leadec-Gruppe

IVG Göhringer gehört ab dem 01.06.2020 zu Leadec, einem führenden Anbieter technischer Dienstleistungen in der Automotive- und Fertigungsindustrie.

Mit KI und TSN zur Industrie 4.0

Im Projekt ‘Kitos – Künstliche Intelligenz für TSN zur Optimierung und Störungserkennung‘ arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam an Lösungen für ein dynamisches Netzwerkmanagement in der Industrie.