
Siemens hat Sachsenmilch Leppersdorf mit Produkten zur vorausschauenden Instandhaltung beliefert. Die KI-gestützte Software Senseye Predictive Maintenance hilft dem milchverarbeitenden Betrieb dabei, seinen Betrieb an 365 Tagen im Jahr unter strengen Qualitätsstandards aufrecht zu erhalten. Sachsenmilch stellt in komplexen und teilweise voll automatisierten Anlagen Produkte wie Milch, Butter, Joghurt, Käse oder Molkederivate für Babynahrung bis hin zu Bioethanol her. Täglich werden 4,7Mio. Liter Frischmilch zur Verarbeitung angeliefert, das entspricht 170 LKW-Ladungen. Daher ist es essenziell, dass die Technik 24/7 funktioniert und die Produktionsanlagen annähernd zu 100 Prozent verfügbar sind.
Gute Voraussetzungen
Die Produktionsumgebung in Leppersdorf verfügt über moderne, vernetzte Maschinen, die große Datenmengen generieren – gute Voraussetzungen für das Pilotprojekt. Die Software nutzt KI-gestützte Algorithmen, um sowohl unmittelbare als auch zukünftige Maschinenprobleme zu identifizieren und so eine Wartung zu ermöglichen, bevor es zu Stillständen kommt. Eine der größten Herausforderungen im Projekt war die Analyse der relevanten Anlagendaten wie Temperatur, Schwingspiele und Frequenzen, um Anomalien frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der Implementierungsprozess umfasste eine Analyse spezifischer Ausfallszenarien und die Integration vorhandener Daten aus dem Leitsystem. Zusätzlich wurden neue Vibrationssensoren und das Messsystem Siplus CMS 1200 zur Schwingungsüberwachung angebracht.

Schon jetzt amortisiert
Siemens unterstützte das Instandhaltungsteam bei Sachsenmilch mit technischer und Projektmanagement-Expertise. Durch eine Kombination aus Training und Einführung kann das Team von Sachsenmilch den Piloten eigenständig fertig machen. „Wir können heute schon sagen, dass sich das Pilotprojekt bereits amortisiert hat. Das frühzeitige Erkennen einer defekten Pumpe hat uns Einsparungen in einem niedrigen sechsstelligen Bereich gebracht“, sagt Roland Ziepel, Technischer Leiter bei Sachsenmilch. Das Unternehmen plant nun unter anderem die weitere Integration der Predictive Maintenance-Software in ihr SAP Plant Maintenance System mit dem Ziel, Wartungsmeldungen automatisiert an das SAP Plant Maintenance zu übergeben, damit diese bei der Erstellung von Wartungsplänen berücksichtigt werden können.
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