
Neue Maschinen sind üblicherweise IIoT-ready: ausgerüstet mit aktueller Hard-, Firm- und Software lassen sie sich schnell in die Infrastruktur integrieren. Zeitgemäße, standardisierte Schnittstellen wie OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture) stellen die Kommunikation der angeschlossenen Geräte, Werkzeugmaschinen und Computersysteme sicher, unabhängig von Betriebssystemen und Herstellern. Operational Technology (OT) und Information Technology (IT) rücken zusammen. OPC UA löst als neuer, zukunftssicherer Standard für die industrielle Kommunikation mehr und mehr den OPC-Standard OPC DA (für Data Access, auch OPC Classic genannt) ab. „Einer der großen Vorteile von OPC UA ist die Freiheit der Anwender, sich für ein beliebiges Betriebssystem zu entscheiden: Während OPC Classic zwingend eine Microsoft-Umgebung für Server und Client benötigt, verwendet OPC UA das plattformneutrale TCP/IP-Protokoll und hat damit die früher zwingende Bindung an die MS-Produktwelt aufgelöst“, erläutert Rainer Hönle, Gründer von Delta Logic.
Komplexe Systeme entstehen
Ständig neue Entwicklungen bringen die Industrie 4.0 in rasantem Tempo voran und erweitern sie fortlaufend um Systeme, von denen sogar einige noch vor wenigen Jahren als bloße technische Spielerei belächelt wurden, wie etwa der Mini-PC Raspberry Pi. Doch auch er hat sich inzwischen seinen Platz erobert und überzeugt in der Praxis. Alles in allem: eine herausfordernde Umgebung, erst recht durch die verschiedenen Betriebssysteme mit ihren Varianten. Ethernet mit seinem Protokollstack TCP/IP ermöglicht es den Industrieunternehmen, ihre ehemals getrennten Netzwerk-Sphären IT und OT zusammenzubringen. Module und Systeme können im Industrial Internet of Things miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen und buchstäblich andere Sprachen verwenden. Teils erfolgt die Kommunikation sogar per Funk über WLAN, RFID, Bluetooth und weitere Techniken. So fließen via Ethernet Datenströme aus der Produktion zu den Computern in der IT des Unternehmens. Dort werden sie ausgewertet, machen etwa Prozesse an der Fertigungslinie in Echtzeit transparent und helfen, Abläufe in der Logistik, im Controlling und vielen weiteren Bereichen zu optimieren.

Ältere Technik fit gemacht
Doch wie lassen sich ältere Maschinen in die dynamische Welt der Industrie 4.0 einbinden? Viele davon laufen schließlich noch immer zuverlässig und mit hoher Produktivität, sind digital ab Werk aber nicht mehr anschlussfähig. Doch ausmustern und durch neue Technik ersetzen kostet nicht nur viel Geld, sondern bindet auch Zeit und Arbeitskraft. „Gerade für mittelständische Unternehmen ist Retrofit eine attraktive Alternative zu Neuanschaffungen. Wenn es gelingt, ältere Maschinensteuerungen bzw. SPSen fit für zeitgemäße Kommunikation zu machen, lässt sich viel Zeit und Geld einsparen. Es braucht keine intensive Umschulung und Umgewöhnung der Mitarbeiter, denn die bewährte Technik kann auf diese Weise über viele weitere Jahre betrieben werden“, sagt Rainer Hönle. „Und an dieser Stelle kommen wir mit unserem Know-how ins Spiel.“
Für gängige Betriebssysteme
Der Adapter ist ein Bestseller im Programm des Unternehmens aus Schwäbisch Gmünd. Der Accon NetLink Pro Compact kann über MPI, Profibus oder PPI an die SPS angeschlossen werden und erkennt selbstständig ihre Buseinstellungen. Er wird von der CPU mit Strom versorgt, eine externe Spannungsversorgung (24 VDC) ist optional erhältlich. Der Adapter unterstützt zahlreiche gängige Betriebssysteme. Möglich ist das durch einen Treiber für die Engineering-Entwicklungsumgebungen Step7, WinCC und TIA Portal von Siemens. Der Adapter wird von allen Anwendungen von Delta Logic unterstützt, auch dem OPC UA Server.

Einsatz in der Siemens-Welt
Insbesondere mit Blick auf Siemens-Umgebungen das der Hersteller das Produkt Accon OPC UA Server entwickelt. Die Software ermöglicht die Datenübertragung zwischen OPC Server und Client sowie Simatic S7-/Sinumerik-Steuerungen. Support besteht für Sinumerik One, Create MyVirtual Machine, Sinumerik 840D Solutionline, Sinumerik 840D Powerline und 810D Powerline. Der Server unterstützt die aktuelle OPC UA-Spezifikation 1.04 und ist von der OPC Foundation, die den Standard weiterentwickelt, Ende 2021 zertifiziert worden. Seit der letzten Aktualisierung auf die Version 1.4 bietet der OPC UA Server auch Support für TIA Portal-Projekte der Version V19 sowie für die aktuelle Firmware für CPUs der Siemens-Steuerungen S7-1200 und S7-1500. Delta Logic bietet für viele Produkte einen Wartungsvertrag an: Er besteht aus dem Software-Update-Service (SUS) und erweitertem Support. Nutzer erhalten damit während der Vertragslaufzeit sämtliche Updates, etwa für den OPC UA Server, per E-Mail zugesandt. „Mit fortlaufenden Updates passen wir all unsere Produkte, unsere ‚Schwabenware‘, der ständigen Weiterentwicklung im Bereich IIoT an und erweitern sie um neue Features“, so Rainer Hönle. „So stellen wir sicher, dass unsere Kunden stets auf dem aktuellen Stand bleiben, selbstverständlich auch mit Blick auf die Sicherheit ihrer Daten.“
des Accon NetLink Pro Compact
Support für S7-200, -300 und -400 sowie Sinumerik
Unterstützung für MPI, PPI, PB
Kompatibel mit neueren SPSen, die Ethernet- und Profibus-Anschluss haben
Zur Netzwerktrennung verwendbar, z.B. 840D SL und S7-300 und S7-400
Ethernet-Anschluss über RJ45-Buchse, Schnittstelle 10 Base-T/100 Base-TX
Unterstützte Übertragungsraten sind 10/100MBit/s mit automatischer Erkennung
Maximale Verbindungen: 16 für TCP/IP bzw. 32 für MPI, Profibus und PPI















