
Das Horrorszenario schlechthin: Im Winter eine frostige Wohnung und das Wasser ist kalt, weil die Heizung ausgefallen ist. Tragisch: Das Ganze macht sich erst mit einem zeitlich großen Abstand zwischen eigentlicher Störung und den fühlbaren Einschränkungen bemerkbar. Die Hausverwaltung wird kontaktiert, die ruft den Störungsdienst an. Der kommt, sucht den Schaden und hat garantiert das richtige Ersatzteil nicht dabei – weil: Woher soll der Monteur wissen, wo der Schaden liegt, ohne dass er vorher vor Ort eine Fehleranalyse durchgeführt hat. Wenn der Schaden behoben ist, dauert es auch in der Regel viel zu lange bis es wieder warm ist. Und während der ganzen Zeit steht das Telefon bei der Hausverwaltung bestimmt nicht still… Gut, wenn dann wenigstens ein fähiger Notdienst als Vertragspartner beauftrag ist, der es im besten Fall gar nicht erst soweit kommen lässt.
Energie- und Gebäudemanagement
In diesem Kontext haben wir uns bei der Elmatic GmbH in Ludwigslust angeschaut, wie die Firma sicherstellt, dass dieses Szenario bei den von ihnen betreuten Gebäuden erst gar nicht eintritt. Elmatic mit Hauptsitz in Hamburg ist ein 1957 gegründetes, familiengeführtes Unternehmen mit ca. 900 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und im Bereich der Gebäudetechnik tätig. Schwerpunkt sind Planung, Bau, Sanierung, Instandhaltung und -setzung von gebäude- und produktionstechnischen Anlagen sowie das Energie- und Gebäudemanagement für Geschäfts- und Wohnbauten. Das Unternehmen verfügt deutschlandweit über 20 Niederlassungen, eine davon in Ludwigslust.
Im Notfall meldet sich die Heizung
André Malcherczyk, Chef-Techniker der Niederlassung Ludwigslust, hat dafür eine einfache Antwort: „Die Heizungen melden sich bei uns, sobald sich eine Störung abzeichnet. Dann bekommen wir direkt eine Meldung auf unsere Mobiltelefone und die Rechner im Büro. Die wichtigen Statusmeldungen der Anlagen können wir direkt analysieren und uns mit den entsprechenden Ersatzteilen ausstatten und umgehend zur gestörten Anlage starten. Meist ist der Schaden repariert, bevor die Bewohner überhaupt gemerkt haben, dass die Heizung eine Störung aufweist. Um dieses zu gewährleisten, haben wir die von uns betreuten Anlagen mit den Kommunikationsmodulen GSM-Pro2 von Conta-Clip ausgerüstet. Dazu sind die wichtigen digitalen oder analogen Sensordaten direkt auf das Kommunikationsmodul geschaltet. Die Module werden individuell konfiguriert – je nach Objekt wird entschieden, bei welchen Zuständen der Sensoren, welche Meldungen abgesetzt werden. Wir können auch über das Mobiltelefon oder das Portal direkt Funktionen über Ausgänge schalten. Damit passt die Heizungsüberwachung quasi in die Hosentasche.“

Backup-Strategie für Ausfälle
Auch bei Havarien oder geplanten großen Umbauarbeiten an den Heizungsanlagen hat Elmatic mit mobilen Heizzentralen eine sichere Backup-Strategie. Die mobile Heizzentrale wird am Gebäude in der Nähe des Heizraumes platziert und die Vor- und Rücklauf-Kreise der Heizung einfach per Schlauch an die mobile Heizzentrale angeschlossen. Auch dieser mobile Heizungskeller wird fernüberwacht. Dabei behält Elmatic den Füllstand des Heizöltanks der mobilen Heizzentrale immer im Blick. „Unser Ziel ist einfach: Es soll immer wohlig sein. Beim Bewohner und bei der Wohnungsverwaltung“, bringt Malcherczy die Philosophie von Elmatic auf den Punkt.
4G-fähiges I/O-Kommunikationsmodul
Die Kommunikationsmodule GSM-PRO2-4G und GSM-PRO2E-4G bieten eine wirtschaftliche Fernwirk- und Fernwartungslösung für dezentrale Applikationen auch im 4G-Funkstandard. Bei fehlender Netz-Verfügbarkeit wird im Fallback-Modus automatisch auf das 3G- oder 2G-Netz umgeschaltet. Die Anzahl der Ein- und Ausgänge des GSM-PRO2-Moduls lässt sich durch E/A-Erweiterungsmodule bedarfsorientiert anpassen. In der Variante GSM-PRO2E-4G ist das kompakte Kommunikationsmodul bereits mit vier Relaisausgängen und zehn Eingängen ausgestattet. Die I/Os lassen sich je nach Bedarf für digitale (24V DC) oder analoge (0…10V und 0(4)…20mA) Signale konfigurieren. Für beide Modelle führt der Hersteller sowohl Ausführungen für den europäischen als auch den US-Markt im Programm. Die GSM-PRO-Module informieren Anwender automatisch per SMS oder E-Mail, wenn der überwachte Prozess einen bestimmten Status erreicht oder definierte Grenzwerte überschreitet. Überdies können Leitwarte oder Servicetechniker die digitalen Relaisausgänge des GSM-PRO2 auch per SMS schalten.

Flexible Protokollierung
Mit unterschiedlichen Log-Funktionen lassen sich die Kommunikationsvorgänge des Moduls, die Prozesswerte an den Analogeingängen sowie die Aktivierung der Ein- und Ausgänge als Ereignisse über frei parametrierbare Zeitspannen protokollieren. Die Log-Dateien können wahlweise per USB-Verbindung ausgelesen oder an eine E-Mail-Adresse gesendet werden. Zur einfachen Überwachung und Ansteuerung des Kommunikationsmoduls stehen Apps für iPhone und Android bereit, die eine schnelle Statusübersicht aller Ein- und Ausgänge auch mehrerer GSM-PRO2-Module ermöglichen. Die Parametrierung des GSM-PRO2 erfordert keine Programmierkenntnisse. Firmware-Updates und Änderungen der Konfiguration lassen sich zudem auch nach der Installation und Inbetriebnahme der Module online über das GSM-Netz unkompliziert durchführen. Für das GSM-PRO2 ist dieses Jahr zur Hannover Messe die IOT-Software Conta-Supervision herausgekommen, mit der die Module mit der gleichen Funktionalität wie die App auch browserbasiert überwacht werden können – eine praktische und sinnvolle Ergänzung, die Chef-Techniker Malcherczy von Elmatic der Wohnungsgesellschaft, bei der die Module laufen, „unbedingt ans Herz legen möchte“.















