Sicherungsloser und kommunikativer Motorstarter für Motoren bis 5,5kW
Abschalten in Mikrosekunden
Im November des vergangenen Jahres hat Wöhner die neuen Motorstarter der Reihe Motus C14 vorgestellt. Ihre Hauptmerkmale sind sicherungsloser Motorschutz auf geringem Bauraum, schnelle Abschaltzeiten im Kurzschlussfall sowie umfassende Funktionen für Kommunikation, Diagnose und das Data-Logging. Weitere Pluspunkte des Motorstarters sind das intuitive, interaktive Bedienkonzept und eine Kommunikationsschnittstelle. Der in zwei Versionen erhältliche Motorstarter ist in allen Wöhner-Basissystemen einsetzbar.
 Der neue Motorstarter Motus C14 bietet sicherungslosen Motorschutz auf geringem Bauraum.
Der neue Motorstarter Motus C14 bietet sicherungslosen Motorschutz auf geringem Bauraum.Bild: Wöhner GmbH & Co. KG

Tritt ein Kurzschluss in einer Anlage auf, schaltet die Elektronik den Motor innerhalb von maximal 10µs ab. Damit reagiert der Motorschalter Motus C14 schneller als jede Sicherung, und dies bei einem niedrigen I²t-Wert. Zum Vergleich: Die Reaktionszeit einer herkömmlichen Schmelzsicherung liegt bei etwa 2.000µm. Bei einem Leistungsschalter beträgt die Abschaltzeit im Kurzschlussfall sogar 5.000µm. Die C14-Technik stellt außerdem sicher, dass das System eigensicher ist und sich nach der Behebung des Fehlers sofort wieder einschalten lässt. Zu den weiteren Vorteilen zählen eine laut Hersteller Platzersparnis von 75 Prozent gegenüber herkömmlichen Wendestartern sowie die einfache Montage und Demontage. Die Produktserie ist mit einer CrossLink-Schnittstelle ausgerüstet und somit in allen Wöhner-Basissystemen einsetzbar. Sie ist auf dem CrossBoard direkt kontaktierbar und mit Basissystem-Adapter auch in den weiteren Systemen 30Compact, 60Classic, 185Power und Panel.

 Die Produktserie ist mit einer CrossLink-Schnittstelle ausgerüstet und somit in allen Wöhner-Basissystemen einsetzbar.
Die Produktserie ist mit einer CrossLink-Schnittstelle ausgerüstet und somit in allen Wöhner-Basissystemen einsetzbar.Bild: Wöhner GmbH & Co. KG

Interaktives Bedienkonzept

Die Motus-C14-Produktfamilie ist mit einem Inbetriebnahme-Assistenten ausgestattet, der über eine interaktive Menüführung verfügt. Dies erleichtert es dem Nutzer, die entsprechenden Parameter für die Inbetriebnahme einzugeben und verhindert Fehleingaben. Besonders komfortabel ist die Eingabe mithilfe von Pfeiltasten in der Variante Motus C14 Connect Plus mit OLED-Display. Alternativ dazu können Nutzer die Parameter auch über die Benutzeroberfläche des Service Tools oder die IO-Link-Kommunikationsschnittstelle eingeben. Beim neuen Motorstarter sind unterschiedliche Motorkennlinien einstellbar und er verfügt über ein interaktives und LED-geführtes Wartungs- und Störungsmanagement. Zudem stellt er umfassende Diagnose- und Data-Logging-Funktionen zur Verfügung. Die Daten lassen sich über eine USB- oder IO-Link-Schnittstelle auslesen. Tritt ein Fehler auf, zeigt ein Lösungsassistent auf dem Display mögliche Fehlerursachen auf und verkürzt dadurch die Stillstandzeiten. Durch das Auslesen der Daten ist das Gerät auch für Predictive-Maintenance-Anwendungen gerüstet.

Zwei Gerätevarianten

Die neue Motorstarterserie besteht aus zwei Versionen: Das Modell Connect Plus ist die Premiumvariante und in drei Stromstärken verfügbar: 2,6, 6,6A und zukünftig auch 12A. Er kann für Motoren IE2, IE3 und IE4 dreipolig als Direkt- und Wendestarter oder optional als Softstarter eingesetzt werden. Außerdem kann er für das Schalten ohmscher Lasten verwendet werden. Über das Display und die Pfeiltasten wird die Parametrierung direkt am Gerät oder über die USB-Schnittstelle mittels Service Tool vorgenommen. Zudem ist eine Schnittstelle für die Anbindung über IO-Link an eine SPS und die Ausgabe von Messdaten vorhanden. Der Motus C14 Connect ist als Direkt-, Wende- und optional auch als Softstarter in den Ausführungen 2,6A und 6,6A verfügbar. Er lässt sich dreipolig als Motorstarter (IE2, IE3 und IE4) oder zum Schalten ohmscher Lasten einsetzen. Ebenso wie beim Connect Plus ist eine IO-Link-Schnittstelle für eine SPS und die Messwert-Ausgabe vorhanden. Die Einsatzgebiete des neuen Motorstarters sind vielfältig. Er lässt sich z.B. für Lüfter, Rollenbahnen und Pumpen, für Schieber, Förderanlagen und komplexe Maschinen verwenden. Darüber hinaus eignet er sich für symmetrische, dreiphasige ohmsche Verbraucher, z.B. als Heizungssteller für Wasserbäder, Oberflächenbearbeitungen, Werkzeugheizungen und Heißkanalheizungen.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Bild: RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Analyse-Tool für smarte Prozesssicherheit

Analyse-Tool für smarte Prozesssicherheit

Einfaches Anlagenmonitoring: Mit dem RUD Cockpit von RUD Ketten Rieger & Dietz können Betreiber von Industrieanlagen ihre Förderer jederzeit im Blick behalten. Das Analyse-Tool erfasst Echtzeitdaten der Förderanlagen und soll damit die vorausschauende Wartung verbessern. In einem visuellen Dashboard können gefährliche Betriebsbedingungen, wie unzulässige Hitze oder auch ungewöhnliche Geschwindigkeiten, schnell erkannt werden, bevor es zu einem erhöhten Verschleiß der Komponenten oder zu einem Stillstand der Anlage kommt. Zudem ist das Tool auf verschiedenen mobilen Endgeräten verfügbar.

Bild: @-yet GmbH
Bild: @-yet GmbH
Die Cloud richtig absichern

Die Cloud richtig absichern

Während der Pandemie wurde in vielen Unternehmen der Betrieb kurzfristig auf Cloud-Anwendungen umgestellt und Störungsbehebung oder Installationen per Fernwartung durchgeführt. Aufgrund des unerwarteten Zeitdrucks wurden die hierfür notwendigen Entscheidungen vielfach überstürzt getroffen und Risiko-Bewertung vernachlässigt. Nun sollten die neu eingeführten Konzepte hinsichtlich der IT-Sicherheit genauer analysiert werden.

Bild: Eplan GmbH & Co. KG
Bild: Eplan GmbH & Co. KG
Schaltschrank in 3D: Mehr Übersicht für Service und Instandhaltung

Schaltschrank in 3D: Mehr Übersicht für Service und Instandhaltung

Ein Viewer ist im Konstruktionsalltag nichts Besonderes. Wenn er aber AR-Funktionalität integriert und damit einen Schaltschrank in die virtuelle Welt ‚hineinplatziert‘, dann ist das schon außergewöhnlich. Mit der neuen Version von Eplan eView Free ist die AR-Funktion jetzt direkt über eine 3D-Visualisierung zugänglich. Zudem soll die neue 3D-Engine für mehr Übersicht in Service und Instandhaltung sorgen: Einzelne Bereiche eines Schaltschranks können dadurch ein- und ausblendendet werden – und der Schrank kann frei im Raum gedreht werden, was die Navigation im Projekt einfacher machen soll.

Bild: Pilz GmbH & Co. KG
Bild: Pilz GmbH & Co. KG
Anlagen safe und secure warten

Anlagen safe und secure warten

Für die sichere Durchführung von Wartungsarbeiten hat Pilz die neue Wartungssicherung Key-in-pocket im Programm. Sie soll vor dem unerlaubten Wiederanlauf einer Maschine schützen. Die digitale Wartungssicherung basierend auf dem Zugangsberechtigungssystem PITreader gewährleistet Safety und Industrial Security: Nur autorisierte Personen gelangen während des Wartungsprozesses an die Maschine oder Anlage – Manipulation und Fehlbedienung ausgeschlossen.