Vorgezogener Anlagenstillstand abgewendet:
Bilfinger unterstützt BP mit 3D-Gerüstbau
Für zeitkritische Instandhaltungsarbeiten an einem zu reinigenden Teil einer Anlage, einer sogenannten Kolonne, in der BP Raffinerie in Lingen konnte Bilfinger in kurzer Zeit die Anforderungen an den Gerüstbau digital simulieren und umsetzen. Statt eines aufwendigen Industriegerüsts über die gesamte Länge der Kolonne wurde eine spezielle Gerüst-Plattform in 65m Höhe mit hohen Anforderungen an Statik und Sicherheit innerhalb eines engen Zeitrahmens geplant und realisiert. Bilfinger konnte dank seines digitalen Knowhows BP dabei unterstützen, einen vorgezogenen Turnaround der Anlage zu verhindern.

„Als jahrelanger Partner von BP am Standort Lingen kennen wir die Herausforderungen vor Ort sehr gut. So konnten wir schnell und pragmatisch eine Lösung simulieren und umsetzen“, sagt Ingo Halfter, Geschäftsführer von Bilfinger Arnholdt. „Der Industriegerüstbau ist ein kritischer Faktor für viele Gewerke. Mit unseren Lösungen können wir eine reibungslose Planung und Umsetzung sowie vollständige Transparenz für unseren Kunden sicherstellen.“

Die zu reinigende Stelle innerhalb der Kolonne stellte das Team von BP und Bilfinger vor eine große Herausforderung: Die Kolonne musste innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzfähig sein, um hohe Kosten zu vermeiden. Eine Kolonne ist ein verfahrenstechnischer Apparat in Form einer schlanken Säule und stellt einen wichtigen Bestandteil im Produktionsprozess der Raffinerie dar. Augrund der langjährigen Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen konnte in kurzer Zeit eine Machbarkeitsstudie für den Gerüstbau erstellt werden. Entscheidend war dabei, dass BP über Expertise in der 3D-Konstruktion von Anlagen verfügt und Bilfinger diese Informationen nahtlos in die digitale Simulation der Gerüstbauplanung übernehmen konnte. In der 3D-Modelsimulation kann der gesamte Bauprozess simuliert, eine Kollisionsprüfung durchgeführt oder auch Materiallisten für die logistische Planung und Kalkulation erstellt werden. Besonders hilfreich in diesem Projekt war die virtuelle Vorplanung mit Hilfe von CAD-Software und die digitale Übertragung der Daten in ein Statik-Programm zur genauen Berechnung der maximalen Lasten. Erst durch die Simulation konnten die exakte Position der Gerüstfüße und das Gewicht der Konstruktion mit einer intelligenten Lastverteilung geprüft und das Gerüst schließlich in kürzester Zeit bereitgestellt werden.

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Bild: U.I. Lapp GmbH
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