Hauptsitz des Unternehmens
Diejenigen Unternehmen, deren Muttergesellschaft in einer Industrienation ihren Sitz hat, profitieren von der guten Qualität der digitalen Infrastruktur. Mit ihrer Hilfe können die Verantwortlichen einerseits Innovationen vorantreiben und die Produktivität optimieren, andererseits kann dieses gut entwickelte IT-Umfeld dafür sorgen, das inhärente Risiko für Cyberattacken zu erhöhen. Im Hauptsitz eines Unternehmens sind häufig Führung, Finanzen und das Wissen unter einem Dach vereint. Hier ist die Marke besonders produktiv, das Unternehmen ist bekannt und besitzt die größte Sichtbarkeit. Aus diesem Grund kann der Hauptsitz eines Unternehmens bei Angriffen aus dem Internet unter Umständen stark betroffen sein. In Industrieländern sind außerdem bereits Gesetze zu den Themen Datensicherheit und Cybersecurity entwickelt und etabliert, mit deren Hilfe das Schutzniveau wesentlich gesteigert werden kann. In der gesamten EU wurde beispielsweise am 25. Mai 2018 die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft gesetzt, die einen hohen Schutzstandard für personenbezogene Daten von EU-Bürgern festlegt.
Niederlassungen und Tochterunternehmen
Gerade Unternehmen mit Sitz in Europa sollten ihr Augenmerk auf ihre Niederlassungen und Tochterunternehmen richten, die außerhalb von Europa tätig sind. Vor allem die DSGVO hat maßgeblich dazu beigetragen, die Datenschutzrichtlinien über die Ländergrenzen hinweg zu vereinheitlichen, außerdem drohen bei Verstößen strikte Bußgeldzahlungen. Dennoch ist es unmöglich, ein solches Sicherheitsniveau überall zu etablieren; daher muss die Umsetzung von Compliance-Richtlinien zum Datenschutz ständig überprüft und nachverfolgt werden. Außerdem werden manche Sicherheitsaspekte im Ausland weniger stark beachtet. Doch auch andere Faktoren können einen wesentlichen Einfluss haben, die dazu führen, dass Cyberpraktiken und -gesetze nicht implementiert werden. Zu nennen wären hier finanzielle Gründe, fehlende politische Stabilität, die Gefahr von Terrorismus und Unruhen sowie das Bestehen von sogenannten Hacking Cultures, die die Unzufriedenheit mit einer Situation auf das Internet projizieren.
Resilienz in der eigenen Hand
FM Global setzt zum Schutz vor Cyberrisiken auf ingenieur- und forschungsbasierte Ansätze, um das inhärente Risiko zu definieren. Unternehmen haben die Wahl, die eigene Resilienz gegenüber Cyberattacken zu erhöhen. Deshalb sollten die Prinzipien der Schadensprävention auch in diesem Bereich aktiv eingesetzt werden, um Probleme zu vermeiden oder die negativen Auswirkungen zu minimieren. Zielführend sind vor allem holistische Ansätze, die sowohl die IT-Abteilung als auch das Riskmanagement sowie das Operations Team des Unternehmens einschließen. Dies ist notwendig, um Bedrohungen aus dem Internet zu erkennen und angemessen zu bewerten.















