Additives Fertigungsangebot für Wartungen von Regelventilen

Die additive Fertigung (3D-Druck) soll die Wartung und Instandsetzung von Regelventilen nicht nur vor Ort im eingebauten Zustand ermöglichen, sondern sie auch einfacher und kostengünstiger machen. Hauptursache für Kavitation, Erosion und Vibrationen in Regelventilen ist die hohe Strömungsgeschwindigkeit in der Ventilgarnitur. Zusammen mit möglicherweise ungünstiger Prozessführung führt sie zu vorzeitigem Ausfall und ungeplanten Stillständen.
Bild: IMI Critical Engineering

Da der vollständige Austausch von Ventilen schon aufgrund der hohen logistischen Anforderungen mit enormen Kosten verbunden ist, will IMI Critical Engineering mit seinem Serviceangebot Retrofit3D einen anderen Weg gehen. Die Verbindung von traditionellen und additiven Fertigungsmethoden soll den Wartungs- und Reparaturmarkt verändern. Kernpunkt von Retrofit3D ist die Entwicklung und Fertigung sowie der Einbau maßgeschneiderter Komponenten wie Regelkäfigen, Kegeln, Sitzen oder anderer Teile, die vor Ort ins bestehende Ventilgehäuse eingebaut werden können. Durch den Einsatz von additiver Fertigung hat Retrofit3D die Möglichkeit, Teile zu konstruieren und herzustellen, wie es allein mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht möglich wäre. Jedes Ersatzteil kann bei gleichzeitiger Reduktion von Lieferzeit, Gewicht und Kosten an die spezifischen Prozessbedingungen des betreffenden Ventils angepasst werden. Im Gegensatz zum bloßen Austausch von Ersatzteilen, integriert Retrofit3D die DRAG-Technologie von IMI Critical Engineering. Die mehrstufige DRAG-Technologie leitet das Medium durch einen verwinkelten Strömungspfad, wodurch der Druck in kleinen Schritten abgebaut und somit das ursprüngliche Problem, die hohe Strömungsgeschwindigkeit, reduziert werden kann. Es können derzeit Garnituren für Ventile bis DN500 produziert und in einer Vielzahl von kritischen Anwendungen in Rohrleitungen eingesetzt werden. Das können Bypassventile, Vakuumbrecher oder Schnellschlussventile zur Druckstoßreduzierung sein. Auch soll Retrofit3D nicht nur Ventile von IMI Critical Engineering verbessern, sondern auch die von anderen Herstellern.

Bild: IMI Critical Engineering

„In der heutigen Energielandschaft wird großer Wert auf Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Leistung gelegt. Ein kompletter Austausch von Ventilen kann für Betreiber jedoch mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden sein. Darüber hinaus ist ein gleichartiger Austausch von Ventilinnenteilen keine Garantie für einen langfristigen Erfolg, insbesondere wenn die maximale Fließgeschwindigkeit im Ventil nicht richtig gesteuert wird oder die ursprüngliche Ventilgarnitur gar nicht mehr für die aktuellen Prozessanforderungen geeignet ist“, sagt Bertrand Maillon, Retrofit3D Business Leader bei IMI Critical Engineering. Mit der Einführung von Retrofit3D könne IMI Critical Engineering maßgeschneiderte Teile für die meisten Regelventile mit einem Durchmesser von bis zu einem halben Meter anbieten. Die Integration der DRAG-Technologie sorge für eine bessere Strömungskontrolle über den gesamte Ventilöffnungsbereich und beuge so Problemen wie Lärm, Kavitation und Erosion vor.

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