Wichtiger ist jedoch, dass Unternehmen selbst ein größeres Bewusstsein dafür entwickeln, die eigene Produktion möglichst nachhaltig zu gestalten. Zusätzlich fallen ab 2023 viele mittelständische Unternehmen unter die Regelung, einen Nachhaltigkeitsbericht in ihren Geschäftsbericht aufnehmen zu müssen. Wartung nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein, um ressourcenschonend und mit niedrigem Ausschuss produzieren zu können. Durch Predictive Maintenance kann Ausschuss durch Maschinenverschleiß reduziert werden. Zudem ist es möglich, durch smarte Sensoren und digitale Maschinenmodelle einzelne Parameter so anzupassen, dass der gesamte Produktionsprozess effizienter gestaltet werden kann. Eingesparte Ressourcen oder geringerer Stromverbrauch wirken sich wiederum positiv auf die Ökobilanz aus.

Predictive Maintenance macht Unternehmen zukunftssicher

Ein weiterer Vorteil für die vorausschauende Wartung ist, dass die Technik dafür immer raffinierter wird: Rechenstärkere kleine Halbleiter machen Predictive Maintenance noch effektiver. Sie verfügen über NPUs (Neural Processing Units) und ermöglichen die sofortige Verarbeitung von Daten vor Ort und in Echtzeit. Zudem wird es durch Fortschritte im 3D-Druck einfacher, benötigte Ersatzteile schnell und in hoher Qualität zu drucken. So können Lieferkettenengpässe durch On-Demand-Druck umgangen werden.

Angesichts dieser Trends in der industriellen Fertigung wird Predictive Maintenance für Unternehmen immer wichtiger. Deshalb ist es gut, dass sich die Technologie immer mehr in Unternehmen etabliert. Eine von Reichelt Elektronik durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2021 zeigt, dass bereits 78 Prozent der Fertigungsunternehmen bereits Predictive Maintenance einsetzen.

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