Digitale Dokumentation von Equipments
VEM und Tectrion arbeiten zusammen

Bei einem Arbeitstreffen im Herbst dieses Jahres am Hauptsitz von VEM Motors in Wernigerode haben der Motorenhersteller und das Instandhaltungsunternehmen Tectrion Nägel mit Köpfen gemacht: Seit November klassifizieren und dokumentieren die beiden Partner Equipments nach aktuellen Standards. Gemeinsam genutzt wird die cloudbasierte Kollaborationsplattform SAP AIN, um eine stets aktuelle, zentrale Dokumentation sicherstellen zu können. „Wir freuen uns, dass Tectrion als ein Pionier in der Anwendung dieser Industrie-4.0-Technologie mit uns gemeinsam diesen Schritt geht“, so Dr. Joachim Koch, Geschäftsführer der VEM Motors. Sascha Büttgen, Leiter des SAP AIN-Projekts bei Tectrion, ist sich sicher: „Indem wir Anlagenbetreibern erstmals eine digitale Dokumentation ihrer Equipments über den gesamten Lebenszyklus und Unternehmensgrenzen hinaus bieten, schaffen wir einen enormen Mehrwert.“

VEM und Tectrion wollen gemeinsam die digitale Dokumentation von Equipments über deren gesamten Lebenszyklus ermöglichen.
VEM und Tectrion wollen gemeinsam die digitale Dokumentation von Equipments über deren gesamten Lebenszyklus ermöglichen.Bild: VEM Sachsenwerk GmbH

VEM liefert zukünftig an Tectrion Motoren aus, die mit Typenschildern entsprechend der kürzlich veröffentlichten DIN SPEC91406 ‚Automatische Identifikation von physischen Objekten und Informationen zum physischen Objekt in IT-Systemen, insbesondere IoT-Systemen‘ versehen sind. Diese Typenschilder verfügen sowohl über einen QR-Code als auch einen NFC-Chip. Durch das Umsetzen dieses neuen Industriestandards können die Motoren weltweit eindeutig gekennzeichnet und der Absprung auf die digitale Lebenszyklus-Akte wird vereinfacht vereinfacht.

Zeitgleich mit der Auslieferung lädt der Hersteller die Merkmale des Equipments in SAP AIN hoch, die in Anlehnung an den Branchenstandard eClass klassifiziert werden. Ergänzt werden diese Stammdaten um eine PDF-Dokumentation nach der Struktur der VDI2770 ‚Mindestanforderungen an digitale Herstellerinformationen für die Prozessindustrie‘, welche die standardisierte Beschaffenheit von Herstellerinformationen beschreibt. Als Ergänzung zur Greenfield-Dokumentation durch den Hersteller pflegt Tectrion die Bestandsdaten, wie Informationen zu Modifikationen oder Prüfberichte, ein und kann so auch die weiteren Lebenszyklusschritte abdecken. Zusätzlich bietet Tectrion die Dokumentation des Brownfields, also der in der Anlage im Einsatz befindlichen Equipments, nach beschriebenen Standards als Dienstleistung an. Durch dieses Vorgehen wird nicht nur eine revisionssichere Dokumentation ermöglicht. Die Bündelung von allen relevanten Informationen zu jedem Equipment über den gesamten Lebenszyklus hinweg soll zudem langfristig einen validen ‚digitalen Zwilling‘ einer kompletten Anlage erschaffen, dem im nächsten Schritt auch IoT-Daten hinzugefügt werden. Anlagenbetreiber können auf dieser Basis deutlich fundierter Risiken bewerten und Investitionsentscheidungen treffen.

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Bild: U.I. Lapp GmbH
Bild: U.I. Lapp GmbH
Sichere Smart Factory

Sichere Smart Factory

Ungeplante Maschinenstillstände können in der digitalen Fabrik extreme Kosten verursachen. Eine vorausschauende Wartung hilft hier vorzubeugen. Mit dem Etherline Guard von Lapp lässt sich in ethernetbasierten Netzwerken der Automatisierungstechnik die Lebensdauer von Datenleitungen überwachen.

Anzeige

Anzeige

Anzeige