Leadec und Sparetech bündeln Kompetenzen im Ersatzteil-management
Integriertes Ersatzteilmanagement aus einer Hand – das wollen Leadec und Sparetech ihren Kunden künftig annieten. Ihr gemeinsames Ziel: durch die smarte Verbindung von digitalem und physischem Ersatzteilmanagement das gebundene Kapital in den Unternehmen zu senken und gleichzeitig die Verfügbarkeit auf über 99 Prozent zu erhöhen.
Ersatzteilmanagement neu gedacht. Auf dem Foto v.l.n.r.: Dr. Lukas Biedermann, Sparetech, Dr. Bernd Voelpel und Stephan Hihn, Leadec.
Ersatzteilmanagement neu gedacht. Auf dem Foto v.l.n.r.: Dr. Lukas Biedermann, Sparetech, Dr. Bernd Voelpel und Stephan Hihn, Leadec.Bild: Leadec Holding BV & Co. KG

„Wir unterstützen unsere Kunden in der Fabrik entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der innerbetrieblichen Logistik und Instandhaltung bringen wir jetzt das Ersatzteilmanagement gemeinsam mit unserem Partner Sparetech auf das nächste Level“, erklärt Dr. Bernd Voelpel, Leiter der Smart Factory Group bei Leadec. Leadec bringt seine Kompetenzen aus der täglichen Arbeit in mehr als 300 Fabriken weltweit in die Partnerschaft ein, Sparetech seine Datenverarbeitungs- und Datenbereitstellungssoftware für industrielle Ersatzteile.

Höhere Ersatzteilverfügbarkeit dank Daten

Ersatzteile im Wert von mehr als 100 Millionen Euro hält ein Unternehmen mit mehreren Standorten aus der Automobil- oder Konsumgüterindustrie durchschnittlich vor, so Analysen von Sparetech. Das sind zwischen 90.000 und 350.000 verschiedene Positionen im ERP-System und die Zahl steigt jährlich um etwa 12 Prozent. Um bei einem Produktionsausfall schnell reagieren zu können, haben die Unternehmen sehr viele Ersatzteile auf Lager. Bislang gibt es jedoch keine transparente Datenlage dazu, an welchem Standort welche Teile verfügbar sind – und das obwohl die Gleichteilerate bei vielen Unternehmen 15 bis 25 Prozent beträgt, teilweise sind es über 40 Prozent. Das liegt vor allem an der schlechten Datenqualität: bis zu zwei Drittel aller Datensätze im ERP-System sind fehlerhaft. Typische Fehlerquellen sind inkonsistente Schreibweisen, versteckte Duplikate oder umcodierte Datensätze.

„Hier setzen wir mit unserer Lösung an. Im ersten Schritt erfolgt die eindeutige Identifikation der Ersatzteile. Hierbei kommen moderne Technologien aus den Bereichen des semantischen Datenmanagements, Big Data und der automatisierten Datenverarbeitung zum Einsatz. Im zweiten Schritt werden Duplikate, Abkündigungen und standortübergreifende Gleichteile sichtbar gemacht sowie Original-Hersteller-Produktinformationen ergänzt. Die vollständige und fehlerfreie Datenbasis ist die Grundvoraussetzung für eine standortübergreifende Lagerverwaltung, bei der mehrere Werke auf ein zentrales Ersatzteillager zugreifen (Inventory Pooling). Dadurch werden Bestände reduziert und Kosten gespart, aber gleichzeitig die Verfügbarkeit erhöht“, erläutern Martin Weber und Dr. Lukas Biedermann, die Geschäftsführer von Sparetech.

Smartes Ersatzteilmanagement und datenbasierte Instandhaltung

Insbesondere bei Anlaufprojekten, die Leadec und Sparetech bei gemeinsamen Kunden laufend betreuen, rechnet sich der Einsatz der Lösung bereits mit der Prüfung der ersten Stücklisten. Darüber hinaus profitieren die Kunden von niedrigeren Produktionskosten durch die Kombination von effizienterem Ersatzteilmanagement mit datenbasierter Produktionsinstandhaltung (PEM). Ausfallzeiten sinken, die Qualität steigt und die Unternehmen müssen weniger investieren.

Leadec und Sparetech haben bereits das Ersatzteilmanagement der Zukunft im Blick: „Im nächsten Schritt kann die Ersatzteilbeschaffung noch flexibler werden, wenn mehrere Unternehmen auf einen Ersatzteilpool zugreifen. Die Ersatzteile werden on demand geliefert und durch Finanzierungsmodelle kann das gebundene Kapital um bis zu 90 Prozent gesenkt werden – bei gleichzeitig höherer Verfügbarkeit in der Produktion“, sagt Stephan Hihn, der das Produktmanagement für Leadec in Europa leitet.

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